04.05.2017 – BVF-Pressemitteilung

Luftverkehrskonzept des Bundesverkehrsministeriums.

Bundesvereinigung gegen Fluglärm vermisst wirksame Maßnahmen zum

Lärm- und Klimaschutz

Anlässlich der Veröffentlichung des Luftverkehrskonzeptes des Bundesministeriums
für Verkehr und digitale Infrastruktur erklärt Helmut Breidenbach, Präsident der
Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF):

„Das von Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) vorgelegte Luftverkehrskonzept
dient ausschließlich den Interessen der Luftverkehrswirtschaft. Der Schutz vor
Fluglärm und der Klimaschutz bleiben hingegen auf der Strecke. Die in dem Konzept
enthaltenen Vorschläge einer Kapazitätserweiterung an den Flughäfen Berlin,
München und Düsseldorf, Flexibilisierung bestehender Nachtflugregelungen und
Absenkung der Luftverkehrssteuer verschärfen die bereits heute unzumutbare
Fluglärmbelastung.

Minister Dobrindt setzt einseitig auf ungehemmtes Wachstum des Luftverkehrs,
obwohl dadurch die Einhaltung der Klimaschutzziele der Bundesregierung gefährdet
wird. Entstanden ist ein reines Ressortpapier des Verkehrsministeriums, bei dessen
Entstehung das Bundesumweltministerium offensichtlich keine Rolle spielte. Der
eindimensionale Maßnahmenkatalog verdient auch nicht den Begriffe eines
`Konzeptes´. Damit scheitert die Bundesregierung an ihrem Anspruch, ein
umfassendes integriertes Luftverkehrskonzept zu erstellen, dass gleichermaßen die
Interessen von Wirtschaft, Umwelt und Lärmbetroffenen berücksichtigt.“
Für Rückfragen: Helmut Breidenbach